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Die hier gezeigten Experimente sind in meinem 5. Semester enstanden. Der Fokus der Arbeiten liegt vor allem auf dem Prozessdesign sowie dem Generative Design mithilfe eines 6-achs Roboterarms UR5 von Universal Robots. Als Teil dieses Projektes sind wir in kleinen Gruppen systematisch ästhetischen Phänomenen nachgegangen.
In mehreren Schritten näherten wir uns dem Thema der Steuerung des Roboters über die Software Grasshopper und Rhino sowie der Gestaltung von Gebilden aus unterschiedlichen Materialien im dreidimensionalen Raum.

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Hotwire Cutting

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Bei dem Experiment Hotwire Cutting wurde der Roboterarm mit einem Heißdrahtschneider ausgerüstet. Mithilfe des Heißdrahtschneiders und des in Grasshopper programmierten Codes konnten aus dem Styroporblock Formen geschnitten werden, welche mit einem herkömmlichen StyroCutter nicht realisierbar wären. Parallel zu der Gestaltung des Prozesses widmeten wir uns den verwendeten Tools. Neben der in Grasshopper programmierten Kurve, welche der Roboter abfährt, haben die Form, Dicke und Hitze des Drahtes besonders die Form beeinflusst.

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Der Roboter wurde mit dem Programm Grasshopper angesteuert 

Eine Simulation des Grasshopper Scripts in Rhino

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Clay Forming

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Der Fokus des Experimentes Clay Forming liegt auf der additiven Fertigung mit Ton. Konkret beschäftigten wir uns mit dem Stapeln und Verformen von Tonzylindern. Mit der gezielten Verformung der Zylinder durch den Roboter wurde versucht, die Grenzen des Materials zu erforschen. Bei der Programmierung mit Grasshopper war einer der wichtigsten Parameter der Anpressdruck zwischen dem Tonzylinder und der Bodenplatte. Die Tonzylinder wurden vom Roboter von einem Magazin aus aufgenommen und zur nächsten Position transportiert. An der Zielposition setzt der Roboter die Zylinder ab. Winkel, Anpressdruck und die Position der Zylinder waren entscheidend für die ästhetische Qualität der Gebilde.

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Der Picker ist das Tool zur Aufnahme der Tonzylinder. Er besteht größtenteils aus 3D gedruckten Teilen. Die Aufnahmeplatte an der Front ist austauschbar. Durch die unterschiedliche Gestaltung der Oberfläche wurde untersucht, wie der Ton am besten am Tool haften bleibt. Beim Absetzen der Zylinder spielt vorallem die Oberflächenbeschaffenheit des Untergrundes eine große Rolle.

Mit verschieden perforierten Aufnahmeplatten ließ sich der Ton optimal mit dem Tool aufnehmen. Durch die Neigung der Toolspitze lassen sich vorallem Oberfächen gut bearbeiten.

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Die aneinandergereihten Tonzylinder wurden mit unterschiedlichem Druck gepresst und aufeinander gestapelt, daraus entstand eine Agglomeration in der Horizontalen und der Vertikalen. 

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Die hier gezeigten Arbeiten wurden in meinem 5. Semester zusammen mit Natalie Preuß, Wei-Ping Lu und Moritz Müller sowie weiteren Studenten an der Weißensee Kunsthochschule Berlin erarbeitet.

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